Stil und Minimalismus ist kein Widerspruch

Die Frage ob Minimalismus bedeutet, stets gleich gekleidet durch die Gegend laufen zu müssen ist nachvollziehbar. Schließlich wird in etlichen Blogs immer wieder auf Steve Jobs referenziert. Er trug immer die gleiche Kleidung und hatte daher nie die Not, Gedanken auf die Frage „Was ziehe ich an“ verschwenden zu müssen. Weiterhin mußte er sich auch keine Gedanken darüber machen, was er einkaufen sollte.

Ich für meinen Teil mag diese Gedanken aber. Ich mag es mich mit Mode, Stil und der Frage auseinanderzusetzen, welche Kleidungsstücke ich brauche, um mit minimalem Aufwand meine Selbstwahrnehmung nach außen sichtbar zu projizieren. Dazu ein kleines Zitat aus

Im Auftrag des Teufels.

Es gibt zu dem Thema Capsule Wardrobe unzählige Anleitungen und Beispiele im Netz für Frauen, aber nur wirklich wenige brauchbare Informationen für Männer. Sollte jemand doch etwas dazu haben kann er mich gerne korrigieren. Darüber hinaus sind die meisten Minimalisten mit Sendungsbewusstsein (Blogger oder You-Tuber) eher jünger und fallen daher wohl eher in die „Jeans und T-Shirt“ Kategorie.

Da ich mit Mitte 40 zu alt bin, um noch glaubhaft den „Ich trag ein cooles T-Shirt mit Schlabberhose“ – Stil verkörpern zu können, musste ich mir etwas Neues aufbauen. Und da kam mir das klassische Bild vom Gentleman der 60er Jahre gerade recht.

Ich beziehe mich daher bei meiner Empfehlung auf jemanden, der wie ich einen Großteil seiner Arbeit am Schreibtisch oder im Büro erbringt. Für andere Bereiche wird evtl. kein Anzug und kein Mantel benötigt, sondern Latzhose, Gummistiefel und Friesen-Nerz.

Hier also meine kurze Auflistung was Man(n) in seinem Kleiderschrank haben sollte für maximale Flexibilität:

  • Jacken
    • Anzug
      • Entweder in Dunkelblau oder in Anthrazit. Schwarz klingt nach dem Klassiker, allerdings wirkt er meist viel zu förmlich und zu steif. NavyBlau finde ich am praktischsten, da man die Teile (Hose/Sakko) auch getrennt nutzen kann, auch wenn das wieder zu Diskussionen führt, da dann evtl. Hose und Sakko unterschiedlich verblichen/abgenutzt sind. Muss jeder wissen wie er das mag.
    • Ein Sport Sakko
    • Eine Freizeitjacke (Leder, Bomber oder was gefällt)
    • Einen Mantel für die kalten Tage im Jahr
  • Hosen
    • Eine BlueJeans (dunkelblau)
    • Eine Chino (hellgrau oder schwarz)
    • Wie oben erwähnt die Anzughose
  • Schuhe
    • Ein paar Sneaker oder Bootsschuhe (schwarz oder hellbraun) als Freizeitschuh für „casual“ Aktivitäten
    • Ein paar schwarze Lederschuhe. Entweder einen Oxford für maximale Förmlichkeit oder alternativ einen Derby. Ich persönlich muss den Derby nehmen wegen dem hohen Span. Ein Oxford würde sehr unschön aussehen, da die Schnürrung sich nach oben hin zu einem V weiten würde.
    • Ein paar braune Lederschuhe. Ich schwanke hier noch zwischen Stiefel oder Halbschuh. Ich persönlich habe hier auch einen Derby (Halbschuh) genommen, da ich schon 2 Paar schwarze Lederstiefel für den Winter im Schrank habe. Auch wenn drei Paar eigentlich reichen sollten, würde ich den Winter ausklammern und hier noch mal extra einen Stiefel einplanen, da ich im Herbst und Frühjahr mit einem braunen Halbschuh besser unterwegs bin, als mit einem braunen Stiefel. Aber das ist eine Frage der persönlichen Präferenz.
  • Oberteile
    • Hellblaues Hemd 
      • Am Besten wären -je nach beruflicher Situation- durchaus auch mehrere.
    • Weißes Hemd 
      • Am Besten wären -je nach beruflicher Situation- durchaus auch mehrere.
    • T-Shirts Uni
      • Ich persönlich trage T-Shirts nur selten ausserhalb der eigenen 4 Wände, und dann auch nur im Sommer oder zum Sport. Nichts desto Trotz nutze ich sie im Winter durchaus auch als Unterhemden oder als „Schlafanzug-Ersatz“. Es mach daher Sinn sich eine Sorte auszusuchen mit der man gut klar kommt, und sich dann 3 bis 4 davon zuzulegen. Darüber hinaus habe ich für die wärmeren Tage auch noch eine Paar „bunte“ in grau oder blau die ich unter einer Weste trage.
    • Strickpullover Uni
      • Richtig gelesen. Der klassische, dünne Strickpulli mit V-Ausschnitt. Ein nettes Hilfsmittel für den Übergang. Man kann ihn hervorragend auf ein Hemd anziehen und ist dann auch im Anzug noch warm genug angezogen, ohne den dicken Mantel zu bemühen. Meiner ist dunkelblau, allerdings werde ich mir noch einen in alt-rosa zulegen. Das läßt sich super auf den dunkelblauen Anzug und das weiße Hemnd kombinieren.
    • Langarm-Shirt Uni
      • Ich persönlich habe aktuell ein graues Langarm-Shirt aus T-Shirt Stoff. Kann man auch super mit Weste tragen, geht allerdings auch gut unter dem Sport Sakko.
  • „Zubehör“
    • Gürtel
      • Einen schwarzen und einen braunen im Farbton der Schuhe
    • Krawatte
      • Eine blaue, passend zum Anzug

Das war es erstmal als schriftliche Grundlage zu dem Thema. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich noch Bilder machen werde. Die würde ich dann „nachreichen“.

 

 

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