Vielschichtigkeit vs. Gleichschaltung

Ich bekomme den Begriff „Hirnkleister“ im Umgang mit Minimalismus nicht mehr aus meinem kommunikativen Repertoire. Darüber hinaus frage ich mich, warum dieser Hirnkleister verbreitet werden darf, und wieso es immer wieder sonderliche Menschen gibt, die sonderliche Meinungen vertreten und dabei ein sehr überstrahlendes Sendungsbewusstsein an den Tag legen? Fragen über Fragen, aber genau diese Fragen bringen mich auf einen Aspekt, der über das Thema Minimalismus hinausgeht und ein gesellschaftliches Thema darstellt.

Ich mag die Vielschichtigkeit von Menschen. Ich bestehe sogar auf der Vielschichtigkeit von Menschen! Und vor allem bestehe ich darauf, intolerant gegenüber Meinungen sein zu dürfen, die nach meinem Dafürhalten nichts als Nonsens oder Mumpitz sind. Jeder kann sich aussuchen, ob und was ihm gefällt und was er in seinem Leben / Verantwortungsbereich haben möchte. Daher brauche ich auch nicht argumentieren, ob ich Recht habe oder nicht. Die Frage stellt sich auch gar nicht, da es ein „Recht haben“ im Sinne von „Wahrheit sprechen“ gar nicht geben kann, zumindest nicht wenn man sich an den  radikalen Konstruktivismus hält.

Nur weil es seit Jahren keine politischen Diskrepanzen zwischen den „großen“ Parteien gibt und eine „Gleichschaltungsideologie“ im Sinne eines „definierten Gutmenschentums“ Einzug gefunden hat, nehme ich mir die Freiheit, genau diese Diskrepanzen wieder einzufordern und auch zu vertreten!

Wir müssen nicht immer einen Kompromiss finden!

Ecken, Kanten, klare Meinung und dafür nur 10% der Stimmen oder Likes auf Facebook bekommen, mit diesen dann aber auch einer Meinung sein.

 

 

 

 

 

 

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